Widersprüchliche Signale

Die größere Laborstudie ist alarmierend. Die Datenlage bleibt klein.

Die spätere Untersuchung verwendete mehr Haarproben und eine längere Behandlung. Trotzdem sind Haarfasern im Labor nicht dasselbe wie Haare auf einer Kopfhaut mit Shampoo, Talg, Styling und mechanischer Belastung.

Praktische Bedeutung

Wer blondiertes, gefärbtes oder bereits brüchiges Haar hat, startet mit weniger Reserve. Genau dort ist eine mögliche zusätzliche Belastung durch wiederholten Mineralienkontakt besonders relevant.

Begrenzte Evidenz01

Laborstudie an Haarfasern · 2018

Drei Monate sehr hartes Wasser reduzierten die gemessene Haarfestigkeit

Srinivasan A et al., International Journal of Trichology

Die Erkenntnis

Haarproben, die über drei Monate mit sehr hartem Wasser behandelt wurden, zeigten eine geringere Zugfestigkeit als die Vergleichsproben.

Die Größenordnung

70 Haarproben. Untersucht wurden 70 Haarsträhnen unter standardisierten Laborbedingungen.

Warum das relevant ist

Mineralreicher Wasserkontakt kann über viele Waschzyklen relevant werden, besonders bei chemisch behandeltem oder bereits geschädigtem Haar.

Es handelt sich um einen Laborversuch an Haarfasern, nicht um eine klinische Studie an Menschen.

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Begrenzte Evidenz02

Laborstudie an Haarfasern · 2013

Eine kleinere Haarstudie fand keinen signifikanten Festigkeitsunterschied

Srinivasan A et al., International Journal of Trichology

Die Erkenntnis

Die kleinere Untersuchung fand keinen statistisch signifikanten Unterschied der Zugfestigkeit zwischen hart und destilliert gewaschenen Haarproben.

Die Größenordnung

15 Haarproben. Die Stichprobe umfasste 15 Haarsträhnen und war deutlich kleiner als die spätere Untersuchung.

Warum das relevant ist

Die widersprüchlichen Ergebnisse zeigen, warum Haarbehauptungen nach Messmethode und Studiendesign getrennt werden müssen.