Der Kernbefund

Sehr hartes Wasser machte Haar messbar bruchanfälliger.

Die Untersuchung verwendete 70 Haarproben und wiederholte die Behandlung über drei Monate. Die mittlere Zugfestigkeit sank von 255,49 auf 234,16. Das Ergebnis war statistisch signifikant.

Was Sie jetzt tun können

Prüfen Sie den lokalen Härtewert und verändern Sie danach nur einen Faktor Ihrer Routine. Der Ratgeber übersetzt die Laborbefunde in einen Vier-Wochen-Test.

Begrenzte Evidenz01

Laborstudie an Haarfasern · 2018

Drei Monate sehr hartes Wasser reduzierten die gemessene Haarfestigkeit

Luqman MW et al., International Journal of Trichology

Die Erkenntnis

Haarproben, die über drei Monate mit sehr hartem Wasser behandelt wurden, zeigten eine geringere Zugfestigkeit als die Vergleichsproben.

Die Größenordnung

70 Haarproben. Untersucht wurden 70 Haarsträhnen unter standardisierten Laborbedingungen.

Warum das relevant ist

Mineralreicher Wasserkontakt kann über viele Waschzyklen relevant werden, besonders bei chemisch behandeltem oder bereits geschädigtem Haar.

Es handelt sich um einen Laborversuch an Haarfasern, nicht um eine klinische Studie an Menschen.

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Begrenzte Evidenz02

Rasterelektronenmikroskopische Laborstudie · 2016

Hartes Wasser hinterließ mehr Mineralien und eine rauere, dünnere Haaroberfläche

Srinivasan G, Chakravarthy Rangachari S, International Journal of Dermatology

Die Erkenntnis

Nach 30 Tagen zeigte hart gewaschenes Haar mehr Calcium und Magnesium, eine aufgeraute Oberfläche und eine geringere mittlere Dicke.

Die Größenordnung

15 Haarproben. Die Calciumablagerung lag bei 0,804 gegenüber 0,26 Prozent. Die Magnesiumablagerung lag bei 0,34 gegenüber 0,078 Prozent.

Warum das relevant ist

Mineralablagerungen sind damit direkt am Haarschaft messbar und können das raue, stumpfe Haargefühl nach dem Waschen erklären.

Die Mikroskopie liefert sichtbare Strukturbelege für den Nutzen einer mineralienärmeren oder kalkgeschützten Duschroutine.

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Begrenzte Evidenz03

Rasterelektronenmikroskopische Vergleichsstudie · 2017

Hartes Wasser erhöhte die Magnesiumablagerung auf Haar signifikant

Alahmmed LM et al., Indian Journal of Dermatology, Venereology and Leprology

Die Erkenntnis

Nach drei Wochen war die Magnesiumablagerung auf den mit hartem Wasser behandelten Haarproben signifikant höher.

Die Größenordnung

20 Haarproben. Haarproben von 20 gesunden Personen wurden parallel mit hartem und weichem Wasser behandelt und per Elektronenmikroskopie analysiert.

Warum das relevant ist

Die Studie bestätigt in einem weiteren Labor, dass Mineralien aus hartem Wasser auf dem Haarschaft zurückbleiben können.

Weniger Mineralienkontakt ist besonders bei blondiertem, gefärbtem oder bereits trockenem Haar ein sinnvolles Pflegeziel.

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Begrenzte Evidenz04

Laborstudie mit chemisch behandeltem Haar · 2023

Gefärbtes und blondiertes Haar tauschte deutlich mehr Mineralien mit Leitungswasser aus

Shim JY et al., Environmental Geochemistry and Health

Die Erkenntnis

Calcium, Magnesium und Strontium aus Leitungswasser wurden im Zeitverlauf vom Haar aufgenommen. Der Mineralienaustausch war bei gefärbtem und blondiertem Haar deutlich stärker als bei unbehandeltem Haar.

Die Größenordnung

Haar von 2 Spenderinnen in unbehandeltem, gefärbtem und blondiertem Zustand. Die Forschenden verglichen unbehandeltes, gefärbtes und blondiertes Haar während zeitlich gestaffelter Leitungswasser-Expositionen. Die Aufnahme näherte sich nach etwa einem Tag ihrem Maximum.

Warum das relevant ist

Chemische Behandlungen machen die Haaroberfläche aufnahmefähiger. Dadurch wird mineralienreiches Duschwasser gerade für blondiertes oder gefärbtes Haar besonders relevant.